Mitglieder des Fachverbandes Russisch und Mehrsprachigkeit auf dem Symposium „Russisch in Schule und Hochschule“

15. Mai 2013

Im Rahmen des Besuchs des Präsidiums der MAPRYAL vom 2. bis 5. Mai in Magdeburg organisierten der Lehrstuhl Slavistik der Otto-von Guericke-Universität unter Leitung von Renate Belentschikow und der Fachverband Russisch ein Symposium, das am 3. Mai stattfand.
Hochrangiger Gast des Symposiums war u. a. Frau Verbitzkaja (Präsidentin der Staatlichen Universität St. Petersburg und Präsidentin der MAPRYAL).

Die Ausrichter des Symposiums hatten sich u. a. das Ziel gestellt, die internationalen Gäste mit unterschiedlichen Möglichkeiten des Lehrens und Lernens von Russisch an Universität und Schule in Deutschland bekannt zu machen. Mitglieder des Fachverbandes Russisch und Mehrsprachigkeit berichteten deshalb aus ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen:

  • Anka Bergmann stellte das Schulfach Russisch vor, das länder- und schulformbezogen einen unterschiedlichen Status aufweisen kann. So wird es als erste Fremdsprache (z. B. an Waldorfschulen) oder als zweite, dritte oder vierte Fremdsprache unterrichtet wird. Sie ging dabei auf die leicht ansteigende Zahl der Russischlerner im Kontext von Schule ein.
  • Margina Bleil stellte am Beispiel der Staatlichen Lew-Tolstoj-Grundschule in Berlin, die im vergangenen Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern konnte, schulische bilinguale Angebote vor.
  • Über die Ausbildung von zukünftigen Russischlehrkräften in Deutschland referierte Hellmut Eckert. Am Beispiel der Slavistik der Martin-Luther-Universität Halle gab er einen Überblick über die Studienbestandteile der Lehramtsstudiengänge Russisch für Sekundarschulen und Gymnasien.
  • Tatjana Samostyan berichtete über Möglichkeiten universitären Lehrens und Lernens von Russisch für Nichtrussisten und sprach in diesem Zusammenhang über das Russischangebot des Lehrstuhls Slavistik der Otto-von-Guericke-Universität für den Studiengang European Studies.

Die internationalen Gäste nutzten ihrerseits Möglichkeiten, auf dem Symposium Spezifika ihrer Tätigkeitsfelder zu umreißen.
Zuvor waren Gäste u. a. aus Russland, der Ukraine, China, Moldawien, Polen und der Slovakei der Einladung der Integrierten Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ nachgekommen und hatten sich mit einer in russischer Sprache geführten Exkursion durch das Schulgebäude mit einer Lernstätte bekannt gemacht, an der Russisch seit Jahren einen festen Platz im Fächerangebot der Schule hat.